Haematococcus Pluvialis und das Astaxanthin
Die Forschung hat sich schon sehr früh für die im Süßwasser lebende, nur knapp 0,1 mm große Mikroalge Haematococcus Pluvialis interessiert. Bereits 1797 untersuchte der französische Wissenschaftler Girod-Chatrans die zu den Grünalgen gehörende Blutregenalge, die unter starker Sonnenbestrahlung oder bei Nährstoffmangel in ein Ruhe-/Dauerstadium übergeht und dabei eine blutrote Pigmentierung ausbildet. Es dauerte bis 1944, bis der englische Biochemiker Tisher das für die Rotfärbung in den Algen verantwortliche Hauptkarotinoid als Astaxanthin identifizierte.Das inzwischen als „das stärkste Antioxidans der Welt“ bekannte Astaxanthin bilden und speichern Algen in großen Mengen als natürliche Reaktion auf umweltbedingte Stresszustände. Dank der Schutzfunktionen von Astaxanthin kann sich die Haematococcus ohne Nahrung und Wasser für einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren in einen Tiefschlaf versetzen und dabei Sommerhitze oder eisige Winterkälte ertragen.
Erst wenn die Lebensbedingungen geeignet sind, also Nahrung und Wasser zur Verfügung stehen und keine extremen Wetterbedingungen herrschen, erwachen sie wieder zum Leben und gehen zurück in ihren grünen, aktiven Zustand. Auf diese Weise trotzte sie den widrigen Umweltbedingungen unserer damals noch jungen Erde. Dürren wie auch Eiszeiten widerstand Sie dank ihres Astaxanthin-Schutzschildes.