Studien über Chlorella Vulgaris

Chlorella und Entgiftung

Die Studie wurde durchgeführt, um zu klären, ob Chlorella zu einer erhöhten Quecksilber-Ausscheidung aus dem menschlichen Organismus beitragen kann, wenn eine Person unter Quecksilberbelastung aufgrund von Amalgam-Zahnfüllungen leidet. In die Untersuchung einbezogen waren 36 Patienten, von denen 25 einschleichend ab der 4. Woche das Algenpräparat einnahmen. Während des gesamten Studienzeitraums von insgesamt 13 Wochen wurden regelmäßig Urin-und Stuhlproben genommen. Insgesamt waren dies 807 Stuhl- und 817 Urinproben, Darüber hinaus wurden bei jedem Patient zwei Bestimmungen des Hg-Konzentrationsgehalts im Speichel vorgenommen, einmal zu Beginn der Untersuchung und einmal am Ende. Eine Einschränkung der Studienergebnisse ergibt sich insoweit, als dass die Anzahl der Teilnehmer relativ klein und folglich die statistische Aussagekraft der Berechnungen niedrig ist Dennoch sind die folgenden Schlüsse zulässig: Die Ergebnisse zeigen, dass ein eindeutiger Ausleitungseffekt erreicht wird (gemessen besonders anhand der erhöhten Hg-Konzentration im Stuhl), und sich die Patienten außerdem physisch wie psychisch besser fühlen. Dies trifft besonders auf Patienten zu mit einer hohen, dauerhaft erhöhten Hg-Ausscheidung über den Stuhl als Folge von Hg-Belastung durch Amalgam Füllungen. Außerdem treten als Folge einer positiven Befindensveränderung viel seltener und weniger Belastungsnebenwirkungen auf. Der starke Ausleitungseffekt scheint keine Nebenwirkungen zu haben.Dr.

Dietrich Klinghardt . 2802 E. Madison No, 147, Seattle, WA 98112, USA.


Chlorella und Krebs

Mit chemischen Substanzen wurde bei Ratten die Entwicklung von Leberkrebs ausgelöst. Einem Teil der Ratten wurde Chlorella-Pulver in der Nahrung zugesetzt (1/10-tel der Futtermenge). Darauf wurde die Anzahl der entarteten Stellen im Lebergewebe ermittelt: Sie waren in der Chlorella-Gruppe um ca. 68% vermindert, die Ausdehnung der Bereiche war um ca. 74% kleiner. In einem Versuch an Mäusen, denen Brustkrebszellen injiziert worden waren, verstarb die unbehandelte Kontrollgruppe innerhalb von 20 Tagen; von den mit Chlorella-Extrakt behandelten Mäusen überlebte ein Großteil (73-80%) mehr als 60 Tage. Der Extrakt schien auch gegen die streuende Eigenschaft von Krebszellen zu wirken. Für die beschriebene Wirkung war jedoch ein intaktes Immunsystem nötig.

Nakano, S., et al., Chemosphere. 2005, 61 (9), 1244 - 55. Epub 2005 Jun 27.


Chlorella und Immunsystem

Diese Forschungsarbeit beschreibt die Identifizierung von drei Polysacharidpräparaten von hohem Molekulargewicht, die aus zum Verzehr bestimmten Mikroalgen mit starker Aktivierungsfähigkeit für menschliche Monozyten/Makrophagen isoliert wurden: Immulina aus C. vulgaris, immunon aus A. flos-aquae und immurella aus C. pyrenoidosa. Diese Polysacharide sind kompliziert aufgebaut und haben jeweils ein geschätztes Molekulargewicht von mehr als zehn Millionen Dalton. Alle drei Polysacharide waren gut wasserlöslich und umfassten zwischen 0,5 und 2,0% des Mikroalgentrockengewichts. Die immunstimulierende Aktivität wurde mithilfe eines transkriptionsfaktorbasierten Biotests für die Aktivierung des Nuklearfaktors kappa B in THP-1 menschlichen Monozyten/ Makrophagen gemessen. Mithilfe dieses Systems lagen die EC50-Werte für diese Polysacharide aus Mikroalgen zwischen 20 und 110 ng/ml (ca. 10pM). Die THP-1-Aktivierung wurde durch Messung der Immunzytokin mRNA-Induktion unter Verwendung der umgekehrten Transkriptase-Polimerase- Kettenreaktion bestätigt. Jedes Polysacharid erhöhte wesentlich den mRNA-Spiegel von Interleukin-1 beta und den Tumornekrosefaktor Alpha. Diese Polysacharide waren bei der In-vitro-Monozytenaktivierung zwischen einhundert bis eintausend Mal aktiver als die Polysacharidpräparate, die gegenwärtig klinisch für die Krebsimmuntherapie verwendet werden.

Pugh-N; Ross-SA; ElSohly-HN; ElSohly-MA; Pasco-DS; Nationales Zentrum für Naturproduktforschung, 40 Forschungsinstitut der pharmazeutischen Wissenschaften, Pharmazieschule, Universität Mississippi, MS 38677, USA. In vivo-Studie.


Chlorella und antioxidative Wirkungen

In Fütterungsexperimenten konnte gezeigt werden, dass der oxidative Stress (Lipidperoxidation) in zuckerkranken Ratten durch Chlorella vermindert werden konnte. Isolierte Immunzellen (Makrophagen) wurden mit bakteriellen Bestandteilen (Lipopolysacchariden) stimuliert. Zur Abwehr von

Krankheitserregern produzieren diese Zellen Stickstoffmonoxid (NO), welches Entzündungen erzeugt und oxidativen Stress auslöst. Wurden die Zellen mit einem Dichlormethan-Extrakt aus Chlorella vorbehandelt, war der NO-Ausstoß geringer und die Enzyme, die oxidativen Stress vermindern können, waren vermehrt aktiv (Superoxid-Dismutase, Katalase, Glutathion-Peroxidase und Glutathion-Reduktase).

Takekoshi, H., et al., Oncol. Rep. 2005, 14 (2), 409 – 14.